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Veronica Ferres Das Leben ist zu lang Film Dani Levy Elke Sommer
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Das Leben ist zu lang
Deutschland 2010 87 Min. Farbe Regie und Buch: Dani Levy. Mit Markus Hering, Meret Becker, Veronica Ferres, Yvonne Catterfeld, Gottfried John, Hans Hollmann, Justus von Dohnányi, Heino Ferch, Elke Sommer, Udo Kier, Hannah Levy u.a.

Das muss sich erst einmal einer trauen: Einen Film zu wagen, Komödie obendrein, über den dänisch islamischen Karikaturenskandal. Dani Levy lässt wagen: Er schickt als Alter Ego einen gewissen jüdischen Regisseur namens Alfi Seliger an die brenzlige Polit Pointen Front. Kaum Zufall, dass der Name ähnlich klingt wie Alvy Singer, jener "Stadtneurotiker" von Woody Allen. Wie Alvy plagen auch Alfi allerlei Krisen und Zipperlein, sei es mit der krebsbedrohten Gesundheit, seiner insolventen Bank, der notorisch geknickten Karriere und natürlich der neurotischen Familie. Ach ja, und da wäre noch sein Drehbuch über diese Islam Karikaturen.

Fünf lange Jahre hat Seliger sich mit seinem neuen Werk abgequält, doch nun mag es keiner haben. Auf der wichtigen Branchenparty gerät Alfis emsiges Networking zur peinlichen Anbiederungstour. Bully winkt mit freundlichem Lächeln ab und plaudert lieber weiter mit Sepp Vilsmaier. Der gastgebende Produzentenmogul gibt ihm gleichfalls einen Korb allein dessen russische Gattin Natasha (köstlich radebrechend Veronica Ferres), findet den Stoff fast so verführerisch wie seinen strubbelhaarigen Autor. Dank der Lady gibt es tatsächlich grünes Licht, nur der Hauptdarsteller fehlt noch: "Bully oder Jürgen Vogel, Til Schweiger lieber nicht!" empfiehlt der Produzent treuherzig. In Wirklichkeit hegt er längst ganz andere, nämlich Serien Pläne doch bis Seliger die fiese Finte entdeckt, muss er sich mit seinen pubertären Kindern plagen, den Darmkrebs besiegen, die fremdgehende Gattin zurückerobern oder seinen theatralischen Selbstmordversuch überleben. Damit nicht genug, gerät der arme Tropf zum tragischen Schluss in eine arge Identitätskrise: Er ist immer mehr überzeugt, lediglich die kreative Spinnerei eines Autoren zu sein. Fortan rebelliert der Regisseur im Film gegen den realen Regisseur Dani Levy.

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